ÜBER MICH – ODER DAS, WAS DAVON ÜBRIG IST

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Ich könnte dir erzählen, dass ich Erik Lelek heiße. Dass ich schreibe, weil es das Einzige ist, das mich hält, wenn alles andere verschwimmt. Doch Namen, Zahlen, Fakten – sie sind wie leere Hüllen, in denen nichts von dem steckt, was mich wirklich ausmacht.

Ich habe früh gelernt, dass Worte ein Zuhause sein können. Nicht, weil ich eines gesucht habe, sondern weil ich nie eines gefunden habe. Ich habe gelernt, dass Sprache eine Zuflucht ist, wenn die Welt zu laut wird, dass sie einen halten kann, wenn alles andere zerfällt. Doch ich habe auch gelernt, dass Worte schneiden können. Dass sie zurückbleiben wie Narben, die man immer wieder berührt, obwohl man längst weiß, dass sie noch brennen.

Ich habe immer geschrieben. Nicht aus Leidenschaft, nicht aus dem Wunsch heraus, etwas zu erschaffen, sondern weil es das Einzige war, das mich davor bewahrt hat, mich selbst zu verlieren. Weil ich mich durch meine Texte daran erinnern konnte, dass ich noch da bin, auch wenn es sich manchmal nicht so angefühlt hat. Weil ich spüren musste, dass meine Gedanken einen Weg nach draußen finden, anstatt mich von innen aufzufressen……

Ein Fragment – das vollständige Echo ist nur für Vorbesteller hörbar.